feuilleton@commandermasterchief

05Jul08

Die letzten Tage; Franz K. allerorten. Nun auch hier:
Dass man alles von Kafka, aber nichts über ihn lesen solle, das wurde neulich auf der Homepage der Zeitschrift Merkur als „vernünftige Grundregel“ bezeichnet. Das ist zu nah dran, um wirklich wahr zu sein. Außerdem: Kafka lesen ist oft beunruhigend genug; die Vorstellung, mit seinen funkelnden Dunkelheiten von der Sekundärliteratur gänzlich allein gelassen zu werden, das hätte geradezu etwas Erschreckendes. Aber andererseits ist an dem Satz unbedingt auch etwas dran.

Es gibt so viel Sekundärgerede über Kafka, dass man seine Texte beim Lesen manchmal geradezu freikratzen muss. So erhellend das das Lesen über KAfka manchmal auch ist, tatsächlich gibt es eine Tendenz, seine Texte gleichsam wegzuinterpretieren und sie auf einen irgendwie verständlichen Begriff zu bringen und damit ordentlich abheften zu können. Nicht so heute – denn schließlich hat der Herr Kafka heute seinen 125. Geburtstag. Und da lassen wir, wenn schon nicht ihn selbst, dann wenigstens ein paar seiner Texte ertönen. Los gehts mit der Kurzgeschichte DER GEIER- umgesetzt auf der gleichnamigen CD von der Halleschen Performer-Crew GURICHT.

Advertisements


No Responses Yet to “feuilleton@commandermasterchief”

  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: