Portishead

20Mrz08

Danke für´s erinnern.

Am 25. April erscheint das lang erwartete, dritte Portishead-Album »Third«,Ähnlich, wie Massive Attack auf ihren letzten Platten mit kalter Elektronik experimentiert haben und somit die Türen für eine musikalische Perspektive jenseits ihrer großen Hits weit aufstießen, haben auch Portishead auf »Third« ihre Parameter neu justiert.
Mehr Noise, mehr Eklektizismus, eingebettet in einen Sound, der zugleich Kontinuität herstellt. Man darf es nicht vergessen: Wer erst einmal einen solchen Status erreicht hat wie Portishead oder Massive Attack, kämpft fortan vor allem gegen Erwartungshaltungen an.
Es liegt so nahe, den Sound, den alle kennen, einfach zu reproduzieren – und damit letztlich auf dem Coffeetable zu landen.

Mark Stewart schrieb in der Spex:“Einer der besten Songs auf »Third« aber ist die erste Single, »Machine Gun«, die auf einem elektronischen Maschinengroove basiert, es gibt keinen wirklichen Refrain, stattdessen erleben wir, wie Portishead ganz offensichtlich John Carpenter zitieren. Ich auf alle Fälle höre hier »Assault On Precinct 13« als Referenz heraus, ohne dass der Score hier eins zu eins gesamplet wurde.
Überhaupt: Soundtracks. Die Soundsystems in Bristol haben sich damals überboten in ihrer Nutzung von Filmmusiken. Schuld daran hat eine Videothek namens »20th Century Flicks«: Wir alle haben uns dort seit jeher mit Filmen versorgt, und immer wieder fanden wir noch in den langweiligsten Cyber-Thrillern Momente interessanter Filmmusiken oder zumindest einen Sound, den wir postwendend in unserer Musik einsetzten.“

03.04. Berlin – Columbiahalle
Portishead



3 Responses to “Portishead”

  1. 1 tee

    Es liegt so nahe, den Sound, den alle kennen, einfach zu reproduzieren

    ich hab’s mir grad „besorgt“ und meine angst war zum grossteil unberechtigt. ich wollte ja gern den alten sound … und hab zum glück auch nicht sooo neuen bekommen. allerdings klingt es irgendwie ferner, nicht mehr so schmeichelnd, aber vielleicht liegt das doch nicht an der veränderten instrumentierung (allgemein weniger vokales, hab ich das gefühl) und dem eher abgelegten „schnulzen“charakter, sondern an mir, wer weiss …

    alles in allem sowieso hörenswert. also eigene meinung bilden!

  2. ich halte das album inzwischen für das beste von portishead.


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