Antifa-Demo nach Naziüberfall in LE. Reudnitz

20Jan08

Nach dem Naziüberfall in der Nacht vom 19. zum 21.01.07 zog zwischen 17 und 18:30 eine antifaschistische Spontandemonstration durch Reudnitz. Rund 450 bis 500 AntifaschistInnen machten ganz klar deutlich, dass Nazis auch außerhalb von Connewitz in Leipzig nichts zu sagen haben!

Die Sponti solidarisierte sich mit den Angegriffenen und übte scharfe Kritik an den Einwohnern der Stadtteile Reudnitz, Anger-Crottendorf und Stötteritz, da diese offensichtlich genauso wie die Stadt Leipzig bei Nazi-Aufmärschen und Überfällen lieber wegschauen. Schließlich wohnen die Täter vielleicht im eigenen Haus…

Der Demonstrationszug begab sich zunächst vom Ostplatz zur Holsteinstraße, von dort zur Oststraße 96, wo Isztvan Repaczki wohnt. Er meldete die Nazidemo vom 12.01.08 an und gehört zum Kader der „Freien Kräfte Leipzig“. Vielfach wurde er in Naziforen für die Streckenführung gelobt, explizit für die Zwischenkundgebung an den sogenannten „Besatzerhäusern“. Wahrscheinlich weiß nur Isztvan selbst, was er und seine Hessletten gegen die Bewohner des Hauses haben.

Im Kreuzungsbereich Holstein-/Oststraße fuhr ein schwarzer Golf IV (Kennzeichen L-UB 8248), in dem sich vier Nazis befanden, in den Demonstrationszug und somit gegen mehrere Antifaschisten. Verletzt wurde dabei niemand. Der Besitzer des Wagens braucht allerdings ein paar neue Scheiben.

weitere Infos: leipzig.noblogs.org

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5 Responses to “Antifa-Demo nach Naziüberfall in LE. Reudnitz”

  1. 1 tee

    Rund 450 bis 500 AntifaschistInnen machten ganz klar deutlich, dass Nazis auch außerhalb von Connewitz in Leipzig nichts zu sagen haben!

    klar, für 2 stunden. wenn ich heut abend durch reudnitz fahr haben wieder die nazis das sagen, jedenfalls grösstenteils. nicht falsch verstehen, ist mir klar dass da so schnell nicht viel zu machen ist. aber sich diese demos so schönzulügen ist auch nicht grad der richtige umgang mit dem problem, sondern führt nur zu einem guten gewissen bspw. einiger connewitzer die das problem ja nicht so haben.

  2. 2 wodkaredbull

    klar, besser zu hause bleiben und nichts machen,
    hat ja sowieso keinen sinn, wie stellst du dir den eine bessere problemlösung vor?
    alle nach reudnitz ziehen?

  3. 3 tee

    wer lesen kann ist klar im vorteil. ich kritisierte nur den obig zitierten satz, weil er sich/uns/euch was vorlügt. mehr nicht. denn eine nüchterne, realistische betrachtung wäre allemal brauchbarer, denke ich.

  4. 4 Red Bull

    http://www.lvz-online.de/aktuell/content/52241.html

    Als ob Presse und Polizei irgendwelche Angaben zu dieser Sponti machen können. Soweit mir erzählt wurde, war weder die Presse noch Team green wirklich present. So kommt es zu Aussagen wie dieser: „. So schlugen Chaoten die Beifahrerscheibe eines vorbeifahrenden Autos ein.“ Soweit ich gehört habe, ist die Nazikarre nicht vorbeigefahren. Sondern mitten rein in die Demo.

  5. 5 momo

    naja,
    also das „sagen“ haben die nazis in reudnitz trotzdem nicht, die sponti war gut und wichtig, und dass man für wirkungsvolle intervention mehr als ne demo braucht ist eh jedem klar,
    ich seh die entwicklung positiv und halte reudnitz für nen stadtteil mit potential, vergleichbar mit plagwitz vor ein paar jahren


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