Mit Nazis spricht man nicht?

03Nov07

Im Artikel „Runder Tisch mit Mahler“ auf Lizas Welt ist zu lesen: Es gibt keinen vernünftigen Grund, mit Nazis zu reden; wichtig ist alleine, sie daran zu hindern, das zu tun, was sie tun, wenn man sie nicht daran hindert. „Ob man sie dafür einsperrt oder sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich“, schrieb Wiglaf Droste einmal, und er hatte damit Recht.‘

Da staunt der Fachmann, und der Wunde laiert sich: Ein prominenter Jude, Michel Friedman nämlich, schlägt sich für das Magazin Vanity Fair volle zwei Stunden lang mit einem prominenten Neonazi in Person von Horst Mahler herum. Nur verbal, versteht sich, denn Friedman hält es „für wichtig, dass man nicht nur über diese Leute spricht, sondern exemplarisch auch mit ihnen“, und zwar, „um sie sich selbst demaskieren zu lassen“ und „damit sie ihre hässliche Fratze zeigen und wir sie uns vor Augen halten“. Die Redaktion der Zeitschrift findet, dass dieser Plan voll aufgegangen ist: „Wir veröffentlichen dieses Interview, weil wir glauben, dass es eine bessere Bloßstellung der deutschen Rechtsextremen nie gegeben hat.“ Die Selbstauflösung der NPD infolge einer Austrittswelle ungeahnten Ausmaßes dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein. Und sollte sie doch länger auf sich warten lassen als geplant, weil ein paar Verfassungsschützer um ihren Arbeitsplatz fürchten, muss Friedman halt noch einmal ran, am besten am runden Tisch mit den Herren Apfel und Voigt sowie ein paar Kadern der Freien Kameradschaften. [zum gesamten Artikel]



One Response to “Mit Nazis spricht man nicht?”

  1. Der Nazi, der Jude und das Prinzip Eitelkeit…


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