Doku über jüdisches Leben in Halle

10Sep07

JUDEN IN HALLE
Ein Dokumentarfilm von Marlies und Andreas Splett, 2007
produziert vom Verein Zeit-Geschichte(n)Halle
zusammen mit Heinrich-Böll-Stiftung und Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt [ATV-Studio Halle]

Der Film gibt anhand von Archivmaterial und Interviews einen Überblick über die fast 1000jährige Geschichte jüdischen Lebens in Halle. Prof. Max Schwab und Josef Kahlberg gehören zu den Wenigen, die der mörderischen Verfolgung der Nationalsozialisten entgingen. Sie berichten in dem Film über die Vertreibung und Vernichtung hallescher Juden, aber auch von der Hilfsbereitschaft einzelner Hallenser.
Gudrun Goesecke verhinderte in der DDR die Vernichtung des Archivs der Jüdischen Gemeinde und unterstützt heute die Recherchen zu den STOLPERSTEINEN für Halle. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und Zeit-Geschichte(n) e.V.

Premiere am 12. September 20.15 Uhr im LUX.Kino am Zoo

Im Anschluss an die Filmvorführung stehen Prof. Schwab und die Filmemacher für Nachfragen und Diskussionen zur Verfügung.

Geplant ist, dass der Film in absehbarer Zeit als DVD in einer mehrsprachigen Fassung erhältlich sein wird. zum Trailer

RadioBeitrag Corax95,9 11.09.2007

Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Zeit-Geschichte(n) e.V. – Verein für erlebte Geschichte – aus Halle, entstand ein Dokumentarfilm von Marlies und Andreas Splett über die Geschichte der Juden in der Stadt Halle. Die Premiere des vom ATV-Studio Halle produzierten Films findet am 12. September 2007, 20.15 Uhr im halleschen Lux Kino statt.

Die Autorin, Marlies Splett, über den Film: „In den letzten Jahren gab es zahlreiche Projekte in der Stadt, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten des Themas ‚Juden in Halle’ beschäftigt haben. Der Verein Zeitgeschichte(n) e.V. ist mit den Mitarbeitern dieser Projekte in Kontakt. So können über unsere eigenen Recherchen hinaus viele Details benannt und gezeigt werden, die zusammen mit den Aussagen der Zeitzeugen eine vielseitige und fundierte Darstellung ermöglichen. Halle wird dabei exemplarisch ausgewählt als ein Ort, an dem sehr viel geschehen ist. Die Stadt Halle hat sich 2003 dem Projekt „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig angeschlossen und den Verein Zeitgeschichte(n) mit der Gesamtleitung des Projektes für Halle beauftragt. Die Verlegung der ersten Stolpersteine vor den ehemaligen Wohnhäusern jüdischer Mitbürger im Mai 2004 fand eine große Resonanz, es entstanden weitere Kontakte und weitere Stolpersteine wurden verlegt. Dass die jüdische Gemeinde in Halle wächst, ist eine erfreuliche Entwicklung. Die neuen Gemeindemitglieder stehen allerdings vor dem Problem, keine Erinnerungen und kein Wissen über die Geschichte ihrer Gemeinde in unserer Stadt zu haben. Noch gibt es Zeitzeugen, die erzählen können. Auch deshalb ist es wichtig, mit Nachdruck an diesem Thema zu arbeiten. Für Sachsen-Anhalt wird ein Stück Geschichte der Region dargestellt und kann als Film auf vielfältige Weise in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt werden“.

 

Länge: 45 Minuten

Autor/Regie: Marlies Splett

Kamera, Bildregie, Schnitt, Sounddesign: Andreas Splett

Musik: Thomas Wittenbecher / Patrick Zörner

Format: DVCPRO50 Broadcast 4:3, Stereo

Produktion: ATV-Studio Halle

Auftraggeber: Zeit-Geschichte(n) e.V. – Verein für erlebte Geschichte
Fördermittel Hauptanteile: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Referat Kultur, Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, ATV-Studio Halle, Film- und Fernsehproduktionen

Foto: Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht (Halle, 2006) /
Synagoge und alter Friedhof, Humboldtstr. 52 (Am Wasserturm), Halle

Edit: Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle



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