just virtual friendships?

12Jul07

MySpace hat eine Studie in Auftrag geben, um herauszufinden was die Nutzer von sog. Social Networking Angeboten reizt, warum sie bevorzugt MySpace wählen und welche Aktivitäten sie dort betreiben. Zielgruppe der Studie ist die Werbebranche, interessant mal drüberzulesen Never ending friending. A journey into social networking als pdf Datei. via

Im Folgenden eine kurze Auswertung der Studie, von soma:

MySpace, StudiVZ, StudIP, WebBlogs & co. erfreuen sich wachsender Beliebtheit; man kann neue Musik kennen lernen, diese herunterladen, Videos und Bilder betrachten, Mitteilungen versenden und erhält mit etwas Rechercheaufwand Infos zu den neuesten Trends und Szenenews. Dabei bieten die OnlineServices mehr als Virtual Reality – sie sind darüber hinaus Platformen für soziale Netzwerke, die von nicht wenigen Teilnehmern stark frequentiert werden und über die sich reale zwischenmenschliche Beziehungen festigen bzw. diese aufgebaut werden. Virtuelle Soziale Netzwerke werden zunehmend bedeutsam für die zwischenmenschliche Kommunikation und scheinen die Funktion von Medien wie TV, Radio, Telephon u.a. zu ergänzen, ja sie teilweise gar aus dem Alltag zu verdrängen – überflüssig zu machen.
Doch was macht Soziale Netzwerke wie MySpace, StudiVZ, Friendster & co. so attraktiv für Jugendliche und junge Erwachsene? Im Auftrag der Fox Interactive Media, Inc. wurde die im April 2007 veröffentlichte Studie „Never Ending Friending. A Journey into Social Networking“ durchgeführt, um u.a. diesen Fragen nachzugehen.


MySpace ist dieser Studie zufolge das bekannteste Soziale Netzwerk (im Folgenden mit SN abgekürzt) mit den energischsten und loyalsten Nutzern.
Bei MySpace ist zu beobachten, dass es einen Impuls bewirkt, der eine Langzeitwirkung besitzt: Je länger jemand ein profiliertes Mitglied von MySpace ist, desto tiefer ist seine Hingabe zu diesem Onlineangebot und dem entsprechend hoch dessen Nutzung.

47% der Befragten stimmten der Aussage zu, dass
sie mit Hilfe von SozialenNetzwerken (SN) einen besseren Anschluß an die Musikszene haben.
Überragende 73% der Befragten gaben an nicht gelangweilt zu sein während die SN nutzen.

Ca. 60-70% der Aktivitäten in SN belaufen sich darauf, die Profil-Seiten anderer Leute zu checken, etwa gleich groß ist der Anteil beim Lesen von Kommentaren und/oder Bulletins; weniger werden selber Kommentare und/oder Bulletins gepostet. Mit einem Anteil von nur ca. 35-45% wird Instant-Messaging genutzt und mit 35% Blogs gelesen. Mit unter 30% spielt die Erstellung personalisierter Profil-Layouts und -Hintergründe für die Befragten eine untergeordnete Rolle.
SN werden scheinbar vordergründig genutzt, um sich über aktuelle Trends und den Lebensvollzug anderer zu informieren, nachrangig ist die direkte Kommunikation mit und Profilierung vor Anderen.

Überraschender Weise spielt sich die Kommunikation in SN zu 69% zwischen regulären (realen) Freunden ab. Immerhin 27% der Kontakte sind virtuelle Freunde, also Menschen zu denen kein Kontakt außerhalb der SN-Realität besteht. 25% der Kontakte wurden zumindest ein oder zwei Mal real getroffen.
SN dienen dem Großteil der Nutzer, ihre bereits bestehenden Beziehungen zu bereichern.

Virtuelle Mitbeteiligung, authentisches Engagement
Nutzer von SN legen Wert auf Authentizität und wollen über „keeping it real“ kommunizieren. Viele Nutzer berichten, dass ihnen SN gesteigertes engagement, facettenreiche Interessenbefriedigung und mehr Ehrlichkeit als im „realen Leben“ ermöglichen. Emotionale Bindung von SN-Nutzern zu Beziehungen die sie herstellen und Zusammenhängen, die über SN hervorgerufen werden, sind fundiert.
Ein Befragter beobachtete: “I can be even more ‘me’ on a social network.”
57% People can see parts of me that are not immediately obvious in person
57% Through SN, I’ve found more people like me who share my interests
56% I really try to fi nd just the authentic real people

Entsprechend ihrem Nutzerverhalten haben die Macher der Studie 6 Typen unterschieden:
The Pros (19% Anteil am SN) Social Networking is… „an essential part of my life”
The See & Be Seens (14%) “all about appearances”
The Connectors (18%) “all about other people”
The Explorers (24%) “one part of my busy life”
The Rookies (25%) “something new I’m checking out”
The Spectators (largely non-users, generally aware of but not yet
engaged by social networking)

Put social networking in the media mix
Nutzer von SN sind Medien gegenüber positiv eingestellt und nutzen trotz dem zu verzeichnenden SN-Hype weiterhin Medien wie Instant Messaging, Mobile Phones und TV. Die Macher der Studie konstatieren, dass myspace in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird und das Nutzerverhalten stärker auf die prognostizierten Attraktivität von SN für Unternehmen, um Marketingstrategien Konsumentenorientiert umzusetzen. Die Studie fand bei SN den “momentum effect”. Dieser tritt auf, wenn Konsumenten durch Profile/Labels/Marken motiviert werden, ihre persönlichen Erfahrungshintergründe zu beschreiben. Die Labels fungieren dabei als prominente Referenzen für subjektive Erfahrungen. Das Phänomen „momentum effect“ bestimmt den Wert des SN-Marketing zum überwiegenden Teil (mehr als die Hälfte).



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