Full Metal Village – Dokumentarfilm über Wacken

30Mai07

Ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein wird jedes Jahr zum Austragungsort einesFestivals unangenhemne Ausmaßes. 60000 Heavymetaller pilgern einmal jährlich zum Wacken-Open-Air und sorgen damit nicht nur für die umsatzstärkste Zeit in diesem 1900 Seelennest sondern animierten auch die Südkoreanerin Sung-Hyung Cho sich der Thematik anzunehmen.

RadioCorax-Beitrag

Was dabei herausgekam ist weniger das Abbild von bekloppten Metallern die sich jährlich zum ungepflegten Stelldichein treffen sondern viel mehr der Blick auf die „ganz normale“ Dorfgemeinschaft. Hier werden die Dinge gesagt, die man nicht wahrhaben will. Sei es der positive Bezug zum Nationalsozialismus und das Opfergeheule über den Rückweg aus Ostpreußen oder der alltägliche Wahnsinn hinter den Gardinen bürgerlicher Familien. Beeindruckend ist hierbei die Nähe zu den Protagonisten des Films, die es der Regiesseurin ermöglichte, die Dorfler das aussprechen zu lassen was wirklich in ihnen steckt. Da gesteht dann auch der Opi mal eben, dass er sich doch auch in seinem Alter noch nen paar Freundinnen halten müsse, um seine Frau zu schonen. Ein Dorf voll Freaks, die denken keine zu sein treffen einmal in Jahr auf welche, die es gern wären und dieses durch regelmäßiges Präsentieren ihrer Hässlichkeit unter Beweis stellen müssen.

Einige Worte seien noch zu der Machart des Filmes gesagt: Diese 90-Minütige Dokumentation kommt fast ohne Kommentare aus dem Off aus und lässt gerade deshalb die Bilder so stark daherkommen. Marcus Winterbauer als Kameramann schafft es der ganzen Sache durch die eingefangene Optik zusätzlichen Witz zu verschaffen.

Am 31. Mai kommt der Film nach Halle. Premiere ist im PUSCHKINo und als besonderer Anreiz kommt die Regisseurin gleich mit vorbei.

Interview mit dem Produzenten (Albers)

Verwiesen sein noch auf zwei Interview mit der Regiesseurin auf kino-zeit.de und auf der offiziellen Website des Wacken-Festivals.

 

 

 



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