Aufschlußreich vor allem, dass man gegen einen Dampfplauderer und Medienfuzzi wie Lobo kaum ankommen kann. Zum Schluß bringt er lustigerweise sein neoliberal-lebensweltliches Reformprogramm und die Perspektive auf das Ganze auf den Punkt: Kapitalismus als System, wo sich einige eben besser durchwursteln als andere, aber hey – jeder ist seines Glückes Schmied – und wenn´s dann mal nicht klappt, fängt der “starkte Staat” (ca. ab Minute 19 in dem Interview) die strauchelnden Subjekte auf. Dass neben den ganzen Firmenlogos auf den Veranstaltungen von Lobo und Konsorten noch nicht für B90/Die Grünen geworben wird, ist eine reine Zufälligkeit.
Ich weiß nicht, ob es vielleicht auch zu billig ist, Friebe und Lobo ein eleitäres Konzept vorzuwerfen. Ich sehe zunächst zu anderen Nischenprojekten nur den Unterschied, dass sie ein Buch schreiben und so probieren ob sie nicht aus der Kommunikation über sich selbst etwas – und im Idealfall auch noch Bares – herauszuschlagen. Auch sich als links verstehende Druckereien oder Verlage stellen keine Beschäftigungsoption für eine breite Masse dar und auch sie verändern nichts generelles am Kapitalismus.
Spannender finde ich die Frage, ob die Entscheidung die Lobo und Friebe momentan als individuellen Freiheitsgewinn verkaufen in näherer Zukunft eben garnicht mehr gestellt wird, weil die Arbeitsbedingungen noch umfassender verändert wurden?
Unabhängig von der verbalen Dampfwalze – der Begriff Bohème hat natürlich etwas wunderbar Romantisches… Wenn man sich allerdings Entwicklungen à la Amazon Mechanical Turk ansieht, gelangt man (meiner Meinung nach) eher zum Begriff des Digitalen Proletariats: http://tinyurl.com/6zzwe4
Aufschlußreich vor allem, dass man gegen einen Dampfplauderer und Medienfuzzi wie Lobo kaum ankommen kann. Zum Schluß bringt er lustigerweise sein neoliberal-lebensweltliches Reformprogramm und die Perspektive auf das Ganze auf den Punkt: Kapitalismus als System, wo sich einige eben besser durchwursteln als andere, aber hey – jeder ist seines Glückes Schmied – und wenn´s dann mal nicht klappt, fängt der “starkte Staat” (ca. ab Minute 19 in dem Interview) die strauchelnden Subjekte auf. Dass neben den ganzen Firmenlogos auf den Veranstaltungen von Lobo und Konsorten noch nicht für B90/Die Grünen geworben wird, ist eine reine Zufälligkeit.
Ich weiß nicht, ob es vielleicht auch zu billig ist, Friebe und Lobo ein eleitäres Konzept vorzuwerfen. Ich sehe zunächst zu anderen Nischenprojekten nur den Unterschied, dass sie ein Buch schreiben und so probieren ob sie nicht aus der Kommunikation über sich selbst etwas – und im Idealfall auch noch Bares – herauszuschlagen. Auch sich als links verstehende Druckereien oder Verlage stellen keine Beschäftigungsoption für eine breite Masse dar und auch sie verändern nichts generelles am Kapitalismus.
Spannender finde ich die Frage, ob die Entscheidung die Lobo und Friebe momentan als individuellen Freiheitsgewinn verkaufen in näherer Zukunft eben garnicht mehr gestellt wird, weil die Arbeitsbedingungen noch umfassender verändert wurden?
Unabhängig von der verbalen Dampfwalze – der Begriff Bohème hat natürlich etwas wunderbar Romantisches… Wenn man sich allerdings Entwicklungen à la Amazon Mechanical Turk ansieht, gelangt man (meiner Meinung nach) eher zum Begriff des Digitalen Proletariats: http://tinyurl.com/6zzwe4